3.9.2008
Nordische Musik
Es ist die Roots-Musik, die Mugison zu neuen Höchstleistungen treibt. Blues, Swamp, Rock. Verzerrt dröhnen die Klänge aus dunklen Untiefen und seine raue Stimme erklingt dazu, als ob er sie einem amerikanischen Wanderprediger geraubt hat. Er beschwört, zetert und grollt. Gegen übersteuerte Bässe, im Einklang mit Glockenspiel-Pop oder schwelgenden Celli. »I'm Alright« bricht dann vollends aus: Grunzende Vocals, monströses Schlagwerk – ein einziger akustischer Alptraum.
Das hat sicher auch die Isländer aufgeschreckt, die zu Zehntausenden dieses Album in ihren Wohnzimmer stehen haben. Den Titel »Bestes isländisches Album 2007« verliehen sie ihm ehrfürchtig prompt dazu. Mit einem lockeren Hüftschwinger nimmt das Album aber wieder an Fahrt auf und tut, als ob nichts gewesen wäre. Bis nur einen Titel später die Destruktion wieder in die Saiten fährt.
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3.9.2008
Stylemag
Die Weltpresse steht Kopf: Ist Mugison der neue Björk. Oder er zeugt mit Björk wenigstens gelegentlich eine Mugidottir? Oder werden wir, wie Jazzthetik mutmaßt, alle mugifiziert? Schlaue Mugichecker kennen den sympathischen Isländer natürlich schon seit seinem handgenähten Mugidebut auf Matthew Herberts Label accidental und folgten bis auf den heutigen Tag seinem introspektiven Seelenstriptease auf versprengten Soundtrackarbeiten und gelegentlichen, aber triumphalen Soloauftritten auf abseitigen Festivals und Freakshows.
Aber es bedurfte wohl erst der AC/DC-sierung seines Nordmeerblues, damit auch wirklich ganz Nordamerika (Mugi tourte jüngst im Vorprogramm der Queens of the Stone Age Kanada und die USA) und Europa (siehe Tourplan) den Mugiboogie tanzt. V
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22.8.2008
Triggerfish Review
Ist das Rindsleder ? Wohl doch eher irgendein Plastikplagiat, was hier
als Einband für die CD „Mugiboogie“ herhalten muss – aber immerhin
gibt´s nur 20000 Stück davon. Die hat Örn Elías Guðmundsson in
Handarbeit angefertigt. Was heisst, nicht er allein – sondern auch die
restlichen knapp 200 Bewohner des Kaffs in Island, aus welchem er
stammt. Nun ist Island ja für exzentrische Musiker bekannt. Die
durchgeknallte Killerelfe Björk und die Eisschmelzephilharmoniker Sigur
Ros haben die frostige Insel, mit den enorm teuren Getränkepreisen, ja
bereits auf den Musikatlas aufploppen lassen, wie Popcorn in Kinos.
Soll ja angeblich auch verboten werden, daß Popcorn in den Kinos, nicht
die Musik aus Island. Wär ja noch schlimmer, dann würde uns Örn Elías
Guðmundsson aka MUGISON nicht mehr mit seinem krankhaft emotionalen
Lo-Fi-Bluespop begeistern können................
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1.8.2008
Kulturnews.de
Unter jungen britischen Bands gilt eine Do-it-yourself-Attitüde derzeit als schick. Bei Islands erfolgreichstem Indierocker Örn Elias Guomundsson alias Mugison steht allerdings sehr viel mehr dahinter: Mit Hilfe der 180 Köpfe zählenden Dorfgemeinschaft seines Heimatkaffs Súdavík hat er 20 000 Cover des neuen Albums in Handarbeit angefertigt.
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28.7.2008
Sallys Review
Die Isländer werden so gerne für ihre Eigenwilligkeit gepriesen. Und auch bei Örn Elías Guomundsson alias Mugison darf das beliebte Nordlichtklischee bemüht werden. War dessen Debüt noch ein eher introvertiertes Frickel-Werk, so erzählt er auf "Mugiboogie" zu dreckig-laszivem Blues-Rock von Depression und Sex und stellt fest: "Jesus Is A Good Name To Moan". Aber natürlich sind Mugisons Register damit längst nicht ausgeschöpft. Wenn das Temperament mit ihm durchgeht, brüllt er eine Nummer lang über fiesen Industrial-Doom-Lärm. An anderer Stelle eifert er zu relaxtem Country der Spiritualität eines "George Harrison" nach und gibt bei "The Animal" den politischer Moralapostel, der sich nicht entscheiden mag, ob er mehr Prince oder Beck ist. So sind sie, die Isländer (4/5) ( http://www.sallys.net/Musik/Platten/Detail/79569/Mugison,Mugiboogie/)
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7.7.2008
Hamburger Morgenpost (02/07/08)
Er schreit den "Mugiboogie"
Ein Freitag vor Ostern im 4000-Seelen-Fischerdorf Isafjördur inmitten der isländischen West-Fjorde. Trotz Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, wie sie die Nähe zum Polarkreis mit sich bringt, füllt sich die zwischen Hafenwasser und schneebedecktem Felsenriesen gelegene Fischhalle rasch. Ein Mal im Jahr fallen Hunderte Musikbegeisterte aus ganz Island über die Gemeinde her, um beim "Aldrei fór ég sudur"-Festival (zu deutsch: "Ich ging nie nach Süden") den abgefahrensten Talenten der Insel zu lauschen.
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7.7.2008
Flight 13
In seiner Heimat Island ist er ein kleiner Star und der Mann hätte mehr verdient, sein drittes Album strotzt nur so vor Kreativität und Abwechslung, seit er sein Laptop gegen eine Band getauscht hat, klingt alles herzlicher und noch authentischer. Mugison beginnt mit seiner Version von Indie-Swampblues, irgendwo zwischen den White Stripes und den Eagles of Death metal. Er reisst sich das Herz aus dem Leib, um es auf einem Silbertablett zu präsentieren und den Hörer zur gleichen Zeit wütend, glücklich, traurig und heiß zu machen. Er spielt mit Ideen, Instrumenten, Laut und Leise, Melancholie und Wut wie ein Magier mit seinem Hasen und widersetzt sich jeder Schublade. Das CD-Booklet ist übrigens aus recyceltem Bibelpapier gefertigt (Flight 13)
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7.7.2008
Intro
Viel beschrieben ist der Einfluss, den offenbar die schroffe Landschaft Islands auf die Musik der dort beheimateten Musiker ausübt. Der demzufolge zu erwartende Stil baut auf Mystik, Epik, Enthobenheit.
Umso schöner, wenn das mal jemand bricht, wie Mugison. Erstaunliche Stilblüten fächern sich dabei auf, zwischen hingegröltem, versoffenem Bastard-Blues, zarter Südstaaten-Lakonie mit einem Sound, der dem Beck Hansens verblüffend ähnelt, inklusive des albern-versponnenen Instrumentenmissbrauchs, der Hansens frühe Alben charakterisiert, ohne das sichere Gespür fürs Songwriting zu verlieren. In Island verkaufte sich "Mugiboogie" 10.000 Mal, was bei einer Gesamtbevölkerung von 300.000 eine ordentliche Nummer ....
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2.7.2008
030
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2.7.2008
Stadtkind
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