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7.7.2008
Intro Felix Viel beschrieben ist der Einfluss, den offenbar die schroffe Landschaft Islands auf die Musik der dort beheimateten Musiker ausübt. Der demzufolge zu erwartende Stil baut auf Mystik, Epik, Enthobenheit.

Umso schöner, wenn das mal jemand bricht, wie Mugison. Erstaunliche Stilblüten fächern sich dabei auf, zwischen hingegröltem, versoffenem Bastard-Blues, zarter Südstaaten-Lakonie mit einem Sound, der dem Beck Hansens verblüffend ähnelt, inklusive des albern-versponnenen Instrumentenmissbrauchs, der Hansens frühe Alben charakterisiert, ohne das sichere Gespür fürs Songwriting zu verlieren. In Island verkaufte sich "Mugiboogie" 10.000 Mal, was bei einer Gesamtbevölkerung von 300.000 eine ordentliche Nummer ist.

Hinter Mugison steckt Örn Elias Gudmundsson, der auf den Kapverdischen Inseln aufwuchs, später mit seinem Vater die Karaoke-Bars von Malaysia unsicher machte und in London als Tonmeister diplomierte. Keiner weiß, wo das hinführen wird, doch allein, über die potenziellen Möglichkeiten Mugisons nachzudenken, macht gute Laune. Im Zuge der Veröffentlichung ließ er verlauten, er wolle für die ersten zehn- bis zwanzigtausend auf dem Festland verkauften Alben das Cover selbst basteln - das verstärkt nur den ohnehin schon sympathischen und leicht wahnsinnigen Do-It-Yourself-Hau dieses Alleskönners, der sich nun anschickt, das Festland zu erobern. (INTRO/Lutz Happel) <<back
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