1.8.2008
Kulturnews.de
Felix

Unter jungen britischen Bands gilt eine Do-it-yourself-Attitüde derzeit als schick. Bei Islands erfolgreichstem Indierocker Örn Elias Guomundsson alias Mugison steht allerdings sehr viel mehr dahinter: Mit Hilfe der 180 Köpfe zählenden Dorfgemeinschaft seines Heimatkaffs Súdavík hat er 20 000 Cover des neuen Albums in Handarbeit angefertigt. Vermutlich hätte auch ganz Island mitgeholfen, denn dort war "Mugiboogie" Platte des Jahres 2007. Auch hierzulande ist er kein Unbekannter mehr; auf Matthew Herberts Label Accidental Records veröffentlichte er mehrere Alben zwischen klassischem Songwritertum und Geräuschexperimenten. Inzwischen haben schroffer Neofolk und Blues die skurrilen Samples und Sounds von früher verdrängt - und die Hörbarkeit seiner Musik drastisch erhöht. Mit "Mugiboogie" empfiehlt sich Mugison als Islands Antwort auf Tom Waits. Und räumt mit dem Klischee auf, Musik aus Island müsse episch, mysteriös und versponnen sein. (cs)
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